Wieder ein Erfolg: Der Privatinvestor-Tag in Köln


Am vergangenen Samstag ging der Privatinvestor-Tag in die dritte Runde. Das Format, mit dem Max Otte und sein IFVE Institut für Vermögensentwicklung Privatanlegern eine hochkarätige Plattform für Informations- und Wissensaustausch rund um das Thema Kapitalanlage bietet, war auch in diesem Jahr schon im Vorfeld ausgebucht. Rund 600 Besucher, angereist aus ganz Deutschland, Wien, London und gar aus dem 9.750 Kilometer entfernten Saigon, nutzten die Gelegenheit, sich umfassend aus erster Hand über Anlagestrategien sowie Chancen und Risiken, die das aktuelle Marktumfeld Investoren bietet, zu informieren. Moderiert von Dr. Frank-Bernhard Werner, Geschäftsführer des Finanzen Verlags, richteten renommierte Experten dabei ihre Blicke nicht nur auf Investment-Chancen und Finanzmärkte, sondern auch auf Geopolitik.

Die Niedrigzinspolitik, aber auch die Flüchtlingskrise und die Kriege im Nahen Osten stellen nicht nur die Politik, sondern auch Privatanleger bei ihrem Vermögensaufbau vor enorme Herausforderungen. Hieran waren sich alle Referenten einig. Eine Neuordnung des Finanzsystems sei bitter nötig, so Gastgeber Max Otte. Doch statt das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, seien „Politiker hilfose Sklaven der Konzerne“ geworden, vor allem der Finanzinstitute, die sich die schleichende Abscha ung des Bargelds auf die Fahnen geschrieben haben. „Wir müssen uns dagegen zur Wehr setzen!“ So lautete Ottes Aufforderung. Seine Petition zur Rettung des Bargelds haben bereits mehr als 11.000 mutige Bürger unterschrieben. „Wir werden das Thema in den Bundestag tragen“. So sein Versprechen.

Bei den Ausführungen zur Entwicklung der von ihm beratenen Fonds ging Max Otte auch ungeschönt auf die Gründe, die in den vergangen zwei Jahren zu einer Unterperformance geführt hatten, ein. Die von ihm und seinem Team getroffenen Maßnahmen tragen erste Früchte – wichtige Fondspositionen konnten in den letzten Monaten wieder erfreuliche Kursanstiege erzielen.

Gottfried Urban, Vorstand der Bayerische Vermögen AG referierte über den Vermögensaufbau mit internationalen Qualitätsaktien. Seit Sommer bietet er in enger Zusammenarbeit mit Max Otte und der IFVE die Vermögensverwaltung nach dem von Der Privatinvestor geführten Musterdepot „Langfristdepot“ an. Im Anschluss stellte Adrian Lechthaler von der Michel & Cortesi Asset Management AG die Ergebnisse seiner Studien über den Erfolg verschiedener Value-Strategien im deutschsprachigen Raum vor.

Neben vielen wichtigen Ratschlägen, was eine erfolgreiche Anlagestrategie im Allgemeinen ausmacht, konnten die Besucher aber auch erfahren, welche Branchen derzeit Investitionschancen bieten und wo eher Investitionsfallen lauern. So rundete Christoph Hilfiker von LLB Asset Management AG den Vormittag mit einer detailreichen Präsentation über die Robotikbranche und die Chancen für Value-Investoren auf diesem Gebiet ab. So sieht Hilfiker unter anderem auch den japanischen Roboter-Hersteller Fanuc derzeit von den meisten Börsenteilnehmern noch als unterschätzt an. Vor einigen Wochen hat Der Privatinvestor den Titel im Jahresspezial „Börsensaison 2016/17“ ebenfalls mit einer ausführlichen Analyse vorgestellt.

Die Pausen boten ausreichend Gelegenheit für alle Teilnehmer, sich untereinander oder auch mit den Experten über ihre Erfahrungen rund um das Thema Geldanlage auszutauschen. „Börsenbriefe kann ja heutzutage jeder schreiben“, so das Statement einer aufgeweckten Dame in der Mittagspause. „In Zeiten des Internets ist das schnell gemacht. Da gibt es aber auch viele schwarze Schafe“, kritisierte sie. „Aber mit Herrn Otte fühlen ich und mein Mann uns schon seit 2005 sehr wohl. Herr Otte ist seriös.“ Ihr Ehemann pflichtet bei: „Auch wenn es mal für kurze Zeit schlecht läuft, machen wir uns keine Sorgen, denn Prof. Otte bleibt sich immer treu. Wir vertrauen seiner Strategie voll und ganz. Wir sind zufrieden.“ Von ähnlichen Erfahrungen erzählten auch viele andere der 600 Gäste, unter denen sich erfreulich viele junge Menschen tummelten. Zwischen 15 und 81 Jahren spannte sich der Altersbogen der Besucher. Dies zeigt, wie das Thema Geldanlage gerade in der aktuell unsicheren Zeit quasi alle Generationen beschäftigt.

Und dazu trägt auch Gerald Hörhan bei. Der Investment-Punk aus Wien, der seit rund zwei Jahren auch mit einer eigenen Akademie für Bildungsfurore sorgt, referierte nach der Mittagspause über die vier größten Finanzirrtümer von Unternehmen. Mit seiner frischen Art war Hörhan der richtige Start in den Nachmittag, der von Dirk Müller fortgeführt wurde. „Mr. Dax“ nahm sich vor allem die Geopolitik der US-Regierung zur Brust. Anhand zahlreicher Karten machte er verständlich, warum wir gegenwärtig in einer politisch höchst instabilen aber entscheidenden Phase leben. Vermögenssicherung sei deshalb das Gebot der Stunde – auch mit Hilfe ausgewählter Qualitätsaktien, so Dirk Müller abschließend.

Im Anschluss nahm Max Otte auf der Bühne ausführlich Stellung zu den Fragen und Kritiken der Besucher. Angestoßen durch die Ausführungen von Christoph Hilfiker am Vormittag, beschäftigten auch die zunehmende Digitalisierung und die immer leistungsfähigere Robotertechnik viele Besucher. Den Fragen nach den Folgen der Robo-Advisor auf Investment-Plattformen im Internet stellte Prof. Otte eine Kernaussage des Value Investings entgegen: „Sie, liebe Anleger, müssen die Investment-Strategie verstehen. Sie müssen sich wohlfühlen mit der Art und Weise der Geldanlage. Es bringt nichts, wenn ein Roboter investiert und Sie nicht wissen, wie und weshalb...“

Der Kabarettist Ludger K., bekannt auch als Autor auf Tichys Einblick, rundete den Privatinvestor-Tag 2016 mit einigen politisch inkorrekten Einwürfen humorvoll ab und verabschiedete die Gäste, trotz aller an diesem Tag ernsten Fragestellungen, mit einem Lächeln ins abendliche Köln.

Der Erfolg des Privatinvestor-Tags 2016 ruft nach einer Fortsetzung im nächsten Jahr. Und die wird es garantiert geben, wie Max Otte schon jetzt versicherte.

 


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